QR-Rechnung erstellen in der Schweiz — Schritt für Schritt

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QR-Rechnung erstellen in der Schweiz — Schritt für Schritt

So erstellst du eine konforme Schweizer QR-Rechnung in 10 Sekunden — inklusive IBAN/QR-IBAN, Referenznummer und allen Pflichtfeldern.

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Seit dem 1. Oktober 2022 ist die QR-Rechnung der einzige offizielle Schweizer Zahlteilstandard. Der rote orange Einzahlungsschein gehört der Vergangenheit an. Wer heute Rechnungen verschickt, kommt am QR-Code nicht vorbei.

Diese Anleitung zeigt dir, wie du eine korrekte QR-Rechnung erstellst — entweder mit der SnapBill App in unter einer Minute oder manuell, wenn du verstehen willst, was im Hintergrund passiert.

Was eine QR-Rechnung enthalten muss

Eine konforme Schweizer QR-Rechnung besteht aus zwei Teilen:

  1. Der Rechnungsteil mit Adressen, Leistungen, MWST und Beträgen — die freie Form, die du seit Jahren kennst.
  2. Der Zahlteil mit QR-Code unten auf dem A4-Blatt (oder als separates Perforations-Beleg) mit allen zahlungsrelevanten Daten.

Im QR-Code steckt ein strukturierter Datensatz nach Spezifikation 2.4 von SIX, darunter:

  • IBAN oder QR-IBAN des Zahlungsempfängers
  • Name und Adresse des Empfängers
  • Betrag (optional — eine QR-Rechnung darf auch leer sein)
  • Währung (CHF oder EUR)
  • Name und Adresse des Zahlers
  • Referenznummer (QRR bei QR-IBAN, SCOR bei normaler IBAN, oder keine)

IBAN oder QR-IBAN — was nehmen?

Hier liegt der häufigste Stolperstein:

  • QR-IBAN beginnt mit CH und enthält die sogenannte QR-IID (Stellen 5–9 zwischen 30000 und 31999). Du erhältst sie zusätzlich zu deiner normalen IBAN von der Bank. Damit kannst du die strukturierte 27-stellige QR-Referenz (QRR) nutzen, die im Buchhaltungssystem automatisch zugeordnet wird.
  • Normale IBAN funktioniert auch — dann verwendest du als Referenz entweder eine Creditor Reference (SCOR) nach ISO 11649 oder gar keine Referenz mit freiem Verwendungszweck.

Für Einzelunternehmen ohne automatisches Debitorenmanagement reicht die normale IBAN. Sobald du mehr als 30 Rechnungen pro Monat schreibst, lohnt sich die QR-IBAN: jeder Zahlungseingang lässt sich eindeutig einer Rechnung zuordnen.

In 5 Schritten zur QR-Rechnung mit SnapBill

  1. Foto, PDF oder leere Maske öffnen — entweder bestehende Rechnung hochladen oder von Hand erfassen.
  2. Empfänger-IBAN bzw. QR-IBAN eintragen — SnapBill validiert die Prüfsumme automatisch.
  3. Rechnungspositionen mit MWST-Satz (Normalsatz 8.1%, reduziert 2.6%, Beherbergung 3.8%) erfassen.
  4. Zahler-Adresse eintragen oder leer lassen (für offene QR-Rechnungen).
  5. PDF herunterladen — fertig zum Versenden oder Drucken.

Den genauen Workflow findest du in unserer Vorlagen-Übersicht.

Häufige Fehler

  • Falsche Prüfsumme in der Referenznummer — SnapBill berechnet sie nach dem Modulo-10-Verfahren automatisch.
  • Adresse zu lang — der QR-Code spec begrenzt Strasse + Hausnummer auf 70 Zeichen.
  • MWST-Satz vergessen — auch bei B2B-Rechnungen muss der Satz separat ausgewiesen werden, sonst kann der Empfänger die Vorsteuer nicht abziehen.

Auf einen Blick

  • QR-Rechnung ist seit Oktober 2022 der einzige Schweizer Zahlstandard.
  • QR-IBAN + QRR für automatisches Matching, normale IBAN + SCOR für kleine Volumen.
  • Die SnapBill App erstellt die QR-Rechnung in unter einer Minute, inklusive korrekter Prüfsumme.
  • Achte auf die 70-Zeichen-Grenze bei Adressen und den korrekten MWST-Satz pro Position.

Häufige Fragen

Brauche ich eine QR-IBAN oder reicht meine normale IBAN?

Beides ist erlaubt. Mit normaler IBAN nutzt du entweder die Creditor Reference (SCOR) oder gar keine Referenz. Eine QR-IBAN brauchst du nur, wenn du die strukturierte 27-stellige QR-Referenz für automatisches Buchhaltungs-Matching nutzen willst. Für die meisten Einzelunternehmen reicht die normale IBAN.

Muss der Betrag im QR-Code stehen?

Nein. Eine QR-Rechnung darf auch ohne Betrag verschickt werden — dann gibt der Zahler den Betrag beim Scannen selbst ein. Das ist nützlich für Spenden oder offene Forderungen, sollte aber bei normalen Geschäftsrechnungen vermieden werden, weil es das Risiko von Tippfehlern beim Zahler erhöht.

Kann ich eine QR-Rechnung in EUR ausstellen?

Ja, CHF und EUR sind die einzigen erlaubten Währungen. Voraussetzung ist ein passendes Konto bei deiner Schweizer Bank. EUR-Rechnungen sind vor allem für Exporte und grenzüberschreitende Dienstleistungen relevant; die meisten inländischen Banken bieten EUR-Konten ohne Zusatzgebühr an.

Wie viele Zeichen darf die Mitteilung enthalten?

Im QR-Code sind bis zu 140 Zeichen unstrukturierte Mitteilung erlaubt. Das reicht für eine Rechnungsnummer und eine kurze Notiz, aber nicht für lange Texte. Für längere Hinweise schreibst du sie in den Rechnungsteil oberhalb des Zahlteils.

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